Fonds sexueller Missbrauch

Finanzielle Unterstützung für Menschen, die in ihrer Kindkeit sexuellen Missbrauch im familiären Bereich oder in Institutionen erlebt haben

Der „Fonds sexueller Missbrauch“ schließt als ergänzendes Hilfesystem eine große Lücke: Leistungen, die bisher weder von Krankenkassen noch von Rentenversicherungsträgern oder durch das Opferentschädigungsgesetz abgedeckt wurden, können bei dem Fonds relativ unbürokratisch beantragt werden. Voraussetzung für die Bewilligung von Hilfemaßnahmen ist ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen dem sexuellen Missbrauch und den heute noch andauernden Folgen. Die beantragten Hilfen müssen dazu geeignet sein, die Folgen des Missbrauchs zu mindern wie beispielsweise:

  • Psychotherapeutische Hilfen, soweit sie über Leistungen der Kranken- und Unfallversicherungen hinausgehen
  • Kosten im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Missbrauchs wie Fahrten zum Ort des Missbrauchs oder zu therapeutischen Sitzungen.
  • Unterstützung bei besonderer Hilfsbedürftigkeit wie z.B. Hilfe bei der Beschaffung von Heil- und Hilfsmitteln
  • Beratungs- und Betreuungskosten
  • Unterstützung bei Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen

Die Fachstelle sexualisierte Gewalt ist seit 2015 anerkannte Beratungsstelle. Wir informieren Sie gerne und unterstützen kostenlos bei der Antragsstellung. Leistungen aus dem Fonds können voraussichtlich noch bis 2019 beantragt werden. Weitere Informationen: Fonds Sexueller Missbrauch