Online Fachveranstaltung
Nachtrennungsgewalt gegen Frauen* wirksam begegnen

Mit den Fachvorträgen von Asha Hedayati und Antje Skommodau richten wir in der Online-Veranstaltung den Fokus auf strukturelle, gerichtliche und institutionelle Bedingungen, die Nachtrennungsgewalt begünstigen und festigen.
Wie können staatliche und gesellschaftliche Institutionen ihrer Verantwortung im Gewaltschutz gerechter werden und welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um Frauen besser vor Partnergewalt zu schützen. Beide Referentinnen eröffnen in diesem Themenkreis neue Blickwinkel und laden dazu ein, bestehende Ansätze kritisch zu hinterfragen.
Zielgruppe: Fachpersonen aus sozialen und juristischen Berufen
Veranstaltet vom: Runden Tisch gegen Gewalt Kreis Siegen-Wittgenstein
Organisation und Durchführung: Frauenberatungsstelle/Fachstelle gegen Sexualisierte Gewalt Siegen
Datum: 15.10.2026 von 13:00 bis 15:30 Uhr
Anmeldung: bis zum 08.10.2026
per E-Mail: info@frauenhelfenfrauen-siegen.de
Eine Woche vor Beginn des Fachtags erhalten alle Teilnehmenden einen Link für Zoom.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Referentinnen
Asha Hedayati
Asha Hedayati ist Anwältin, Autorin und Hochschuldozentin für Familien-, Kinder- und Jugendhilferecht. Sie vertritt seit über 12 Jahren Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind und spricht regelmäßig öffentlich zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Gewaltprävention.
Asha Hedayati beleuchtet in ihrem Vortrag wie der Staat Gewaltbetroffene und ihre Kinder wirksamer schützen könnte; sie macht sichtbar, wo Gesellschaft, Recht und staatliche Institutionen nicht nur systemisch die Gewaltstrukturen begünstigen, sondern häufig selbst Teil eines gewaltvollen Systems werden und was sich endlich ändern sollte.
Antje Skommodau
Antje Skommodau ist Sachverständige und Präventionsmanagerin für Stalking und Intimpartnergewalt.
Die stetig steigende Zahl angezeigter Fälle von Partnergewalt zeigt deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Einschätzung von Gefährdungslagen bei häuslicher Gewalt und Stalking geworden ist. Familiengerichte stehen dabei zunehmend vor der Aufgabe, Kindeswohl, Schutz betroffener Elternteile und Umgangsfragen verantwortungsvoll miteinander abzuwägen. Genau an dieser Schnittstelle arbeitet Frau Skommodau mit strukturierten Risiko- und Gefährdungsanalysen im familiengerichtlichen Kontext. Dabei geht es häufig um die fachliche Einordnung von Gewalt-, Kontroll- und Nachtrennungsdynamiken sowie deren Auswirkungen auf Kinder und betreuende Bezugspersonen.
In ihrem Vortrag geht sie insbesondere auf Täterstrategien ein und gibt Einblicke in die Einschätzung von Gefährdungslagen bei partnerschaftlicher Gewalt.
